Sonntag, 18. Februar 2007

Was ist eigentlich

das fünfte Rad am Wagen?

Gibt es das wirklich? Sagen wir in Form von einem Lenkrad oder einem Ersatzrad? Oder ist es nur eine Redewendung, wenn sich jemand, sagen wir mal, überflüssig fühlt?

Aber wie sollte sich jemand überflüssig fühlen, wenn doch eine, oder vielmehr zwei, so wichtige Funktion übernommen werden. Den Wagen zu steuern oder im Falle eines Platzers, das eine "nicht funktionierende Rad" zu ersetzen.

Diese Überlegungen haben aber einen entscheidenden Nachteil: Die Redewendung entstand zu einer Zeit, in der man mit Kutschen sein Ziel erreichte. Kein Steuerrad, sondern Zügel, keine Reifen, sondern schwere Holzräder. Ganz andere gesellschaftliche Werte und Normen. Es war nicht schicklich, ohne Begleitung aufzutauchen. Kein Wunder das man sich unwohl fühlte, fehl am Platz, halt wie ein nicht brauchbares Rad.

Kann man die Redewendung nicht doch in unsere Zeit übertragen? Mit Entwicklung der Technologie und den sich ständig ändernden Normen, muss sich doch auch der Sinn, solcher und anderer Sprichwörter, ändern lassen.